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Väter im Wandel

Starke Väter

Väter im Wandel

Warum die ersten Jahre zählen – und moderne Väter mehr sein wollen als nur „Helfer“.

Väter wollen präsenter sein, Verantwortung übernehmen und ihre Kinder begleiten. Doch zwischen alten Rollenbildern, beruflichen Erwartungen und dem turbulenten Familienalltag ist das oft leichter gesagt als getan.

Familientherapeutin Heike Claassen aus Lorsch hat sich mit Gunter Beetz, Co-Gründer von „Vaterwelten“ und „hejDAD“ und vor allem Experte für Väterthemen unterhalten. Er beschäftigt sich insbesondere mit modernen Vaterrollen, Familienbeziehungen und einem bewussten Umgang mit tradierten Rollenbildern. Im Interview erklärt er, warum echte Gleichberechtigung schon vor der Geburt beginnt – und weshalb gemeinsame Zeit mit Kindern nicht nachholbar ist. Weitere Infos online zu „hejDAD“ und „Vaterwelten“.

Heike Claassen lebt und arbeitet als Familientherapeutin, Paar- und Sexualtherapeutin, Elterncoach, Supervisorin und Naturcoach in Lorsch. Weitere Infos auf ihrer Homepage unter www.heike-claassen.de

Heike Claassen und Gunter Beetz

Heike: Wenn wir 20 oder 30 Jahre zurückblicken: Was hat sich im Selbstverständnis von Vätern am stärksten verändert – und was erstaunlich wenig?
Gunter: Was sich stark verändert hat, ist der Anspruch vieler Väter an sich selbst. Sie möchten präsent, emotional ansprechbar und fürsorglich sein und einen wichtigen Teil der Kindererziehung übernehmen. Was sich dagegen erstaunlich wenig verändert hat, ist die Vollzeitnorm in der Arbeitswelt: Von Vätern wird weiterhin erwartet, beruflich verfügbar und leistungsfähig zu sein und finanzielle Verantwortung zu tragen. Diese beiden Erwartungen arbeiten häufig gegeneinander.

Heike: Viele junge Väter sagen heute, sie möchten nicht nur mithelfen, sondern wirklich Verantwortung übernehmen. Ist dieser Wandel in den Familien schon weiter als in unseren Köpfen und in den Strukturen – auch in der Arbeitswelt?
Gunter: Ich glaube, in den Familien ist dieser Wandel schon weiter als in der Berufswelt. Viele Paare gehen mit dem Wunsch nach Gleichberechtigung in die Familiengründung. Und dann merken sie relativ schnell, wie stark beide noch in alten Rollenmustern stecken. Von Müttern wird häufig erwartet, dass sie intuitiv wissen, wie es geht – schließlich sind sie „die Mutter“. Väter dagegen müssen sich Verantwortung oft erst verdienen, sie müssen zeigen, dass sie es können, und sie müssen von der Partnerin auch gelassen werden.
Ich vergleiche das gerne mit zwei Familienunternehmen, die fusionieren: In der Wirtschaft würde man vorher klären, wofür man steht, wie man kommuniziert, wie man Konflikte löst, wer welche Verantwortung übernimmt und wohin man gemeinsam will. Wenn zwei Familienlinien zusammenkommen, lassen wir das dagegen oft einfach auf uns zukommen. Nach der Geburt beginnt dann eine enorme „Rushhour“ und Paare schalten unter Stress auf Autopilot. Dieser Autopilot ist aber häufig nach sehr alten Rollenbildern programmiert – nach dem, was wir selbst in unseren Herkunftsfamilien erlebt haben. Deshalb ist es so wichtig, schon vorher darüber zu sprechen: Welches Vaterbild und welches Mutterbild bringe ich mit? Was erwartet meine Partnerin von mir – und was erwarte ich von ihr?

Heike: Ein Vater möchte mehrere Monate Elternzeit nehmen. Mit welchen offenen oder subtilen Vorurteilen muss er heute noch rechnen?
Gunter: Es ist noch längst nicht selbstverständlich, dass Kollegen oder Vorgesetzte einen Vater wirklich in diese Rolle entlassen. Da kommen noch immer Sprüche wie: „Was ist denn mit deiner Frau? Macht die das nicht?“ Gerade Vätern in Führungspositionen wird teilweise abgesprochen, dass sie weiterhin Verantwortung im Unternehmen übernehmen können, wenn sie länger Elternzeit nehmen oder ihre Arbeitszeit reduzieren. Dahinter steckt häufig noch die Vorstellung, Führung sei an eine 40-Stunden-Woche gekoppelt. Und manchmal schwingt sogar die Abwertung mit, ein Mann sei weniger männlich, wenn er sich intensiv um Kinder und Haushalt kümmert. Das sind alte Rollenbilder, die immer noch sehr wirksam sind.

Heike: Bei einer Mutter gilt Elternzeit als selbstverständlich, bei einem Vater ist sie manchmal noch ein besonderes Statement. Warum ist das immer noch so?
Gunter: Das hat viel mit alten Prägungen zu tun. Die Arbeitswelt ist an dieser Stelle noch nicht so weit wie viele Familien. Väter, die länger in Elternzeit gehen, machen manchmal zum ersten Mal die Erfahrung, aufgrund ihrer Elternrolle ausgebremst oder anders bewertet zu werden. Frauen kennen solche Mechanismen seit Langem: Kommen sie früh aus der Elternzeit zurück, wird gefragt, wer sich denn jetzt um das Kind kümmert. Bleiben sie länger zu Hause, kann das ihre berufliche Entwicklung bremsen.
Viele Menschen können sich offenbar noch immer nicht selbstverständlich vorstellen, dass auch ein Vater die Hauptverantwortung für ein Kind übernehmen kann. Deshalb ist es wichtig, dass Paare als Team auftreten, sich auf solche Reaktionen vorbereiten und sich gegenseitig den Rücken stärken.

Heike: Was müsste sich in Unternehmen verändern, damit ein Vater nicht das Gefühl hat, sich zwischen Karriere und engagierter Vaterschaft entscheiden zu müssen?
Gunter: Unternehmen sollten Elternzeit zunächst einmal als etwas Positives wahrnehmen. Im Grunde ist sie eine intensive Weiterbildung, die der Staat bezahlt: Eltern lernen, mit Stress umzugehen, komplexe Situationen zu bewältigen, Prioritäten zu setzen, Verantwortung zu übernehmen und unterschiedliche Bedürfnisse gleichzeitig im Blick zu behalten. Das sind Kompetenzen, für die Unternehmen sonst teure Fortbildungen anbieten.
Entscheidend ist außerdem eine lebensphasenorientierte Personalpolitik. Die Jahre, in denen Kinder klein sind und besonders viel Betreuung brauchen, sind begrenzt. Wenn Unternehmen Vätern in dieser Phase Teilzeit, flexible Arbeitszeiten oder andere Modelle ermöglichen, gewinnen sie häufig sehr loyale Mitarbeiter. Familienfreundlichkeit ist deshalb auch ein wichtiger Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte.

Heike: Mit der Geburt eines Kindes ändert sich nicht nur der Alltag, sondern auch die Paarbeziehung. Was unterschätzen Paare dabei aus deiner Sicht am häufigsten?
Gunter: Paare unterschätzen häufig die Dimension dieses Lebensübergangs. Vieles, was vorher selbstverständlich funktioniert hat, trägt plötzlich nicht mehr. Routinen brechen weg, Zeit für Zweisamkeit fehlt, Schlafmangel kommt hinzu und die Verantwortung verändert sich grundlegend.
Für viele Väter ist außerdem das Gefühl schwierig, plötzlich das dritte Rad am Wagen zu sein. Zwischen Mutter und Kind entsteht zunächst eine sehr enge Beziehung, und der Vater muss seinen Platz in diesem neuen System erst finden. Gleichzeitig wird das Kind zum Mittelpunkt des Alltags. Das lässt sich nicht mehr nebenbei organisieren.
In dieser Phase sinkt bei vielen Paaren zunächst die Beziehungszufriedenheit, Konflikte nehmen zu – und gleichzeitig fehlt genau die Zeit, grundsätzliche Dinge in Ruhe zu klären. Deshalb halte ich es für sehr wichtig, bewusst Räume zu schaffen: für sich selbst, aber auch als Paar. Und wenn es zunächst nur zwei Stunden sind.

„Paare schalten unter Stress auf Autopilot.“

Heike: Warum rutschen selbst Paare, die vorher sehr gleichberechtigt gelebt haben, nach der Geburt häufig in klassische Rollen hinein?
Gunter: Ich bin überzeugt, dass das viel mit dem Autopiloten unter Stress zu tun hat. Im ersten Jahr geht es bei vielen Paaren zeitweise schlicht darum, den nächsten Tag und die nächste Woche zu schaffen. Unter hohem Stress können wir nicht so reflektiert handeln wie in entspannten Situationen. Dann greifen wir automatisch auf tief eingeprägte Muster zurück – und die stammen häufig aus traditionellen Rollenbildern.
Genau deshalb ist Vorbereitung so wichtig. Wenn Paare schon vor der Geburt darüber gesprochen haben, wie sie Familie leben möchten, haben sie in stressigen Zeiten einen Bezugspunkt: „Wir hatten doch vereinbart, dass wir es anders machen wollen.“ Das hilft, auch unter Belastung handlungsfähig zu bleiben.

Heike: Wäre es sinnvoll, nicht nur für die nächsten Monate zu planen, sondern einen gemeinsamen Fünfjahresplan zu entwickeln – zum Beispiel: Wer arbeitet wann wie viel? Wer übernimmt welche Verantwortung? Was bedeutet Karriere für uns beide?
Gunter: Das halte ich für sehr sinnvoll. Natürlich darf sich ein Paar bewusst für ein klassisches Modell entscheiden, wenn beide damit glücklich sind. Problematisch wird es, wenn sich die Rollen einfach ergeben und später einer von beiden merkt, dass er oder sie das so nie wollte.
Viele Mütter kehren nach einer längeren Pause mit wenigen Stunden in den Beruf zurück und stellen dann fest, dass interessante Aufgaben oder Positionen inzwischen anderweitig vergeben sind. Das kann sehr frustrierend sein. Wenn beide frühzeitig überlegen, wie sie Erwerbsarbeit und Familienverantwortung in den nächsten Jahren verteilen wollen, wird vieles planbarer – für das Paar und auch für die Arbeitgeber.
Ein Fünfjahresplan ist natürlich kein Vertrag. Man darf und muss ihn verändern, wenn das Leben anders läuft. Aber allein die Tatsache, dass man darüber gesprochen hat, ist enorm wertvoll. Dazu gehört für mich auch, Zeiten einzuplanen, in denen der Vater einmal allein die volle Verantwortung für Kind und Haushalt übernimmt. Erst dann erlebt man wirklich, was diese Verantwortung im Alltag bedeutet.

Heike: Welche gegenseitigen Erwartungen sollten Paare unbedingt aussprechen, bevor aus unausgesprochenen Erwartungen Enttäuschungen werden?
Gunter: Sie sollten zunächst darüber sprechen, was sie aus ihren eigenen Familien mitbringen: Wie war mein Vater? Wie war dein Vater? Wie war meine Mutter? Wie war deine Mutter? Und welche Vorstellungen von Partnerschaft, Muttersein und Vatersein haben sich daraus entwickelt?
Ebenso wichtig sind die eigenen Wünsche und Träume: Wie stelle ich mir unser Familienleben vor? Was möchte ich beruflich erreichen? Was möchte ich auf keinen Fall verlieren? Eine Frage, die ich Vätern in meinen Kursen gerne stelle, lautet: „Was sollen eure Kinder über euch erzählen, wenn sie 25 sind?“ Das ist ein schöner Perspektivwechsel. Kinder sollen später weder sagen: „Mein Vater war immer weg“, noch: „Mein Vater hat alle eigenen Träume aufgegeben, bis ich aus dem Haus war.“ Es geht darum, eine realistische gemeinsame Vorstellung davon zu entwickeln, wie man als Familie leben möchte.

Heike: Man hört noch immer Sätze wie: „Mein Mann hilft viel mit den Kindern.“ Was ist eigentlich problematisch an diesem Satz?
Gunter: Wenn ich jemandem helfe, liegt die eigentliche Verantwortung in der Regel bei der anderen Person. Genau das ist das Problem an diesem Satz. Es sollte nicht darum gehen, dass einer verantwortlich ist und der andere hilft, sondern darum, Verantwortung gerecht aufzuteilen. Dazu gehört auch, sich über gemeinsame Ziele zu verständigen und dem anderen dann seinen eigenen Weg zuzugestehen. Der Vater darf Dinge anders machen als die Mutter – und umgekehrt.

Heike: Was bedeutet es konkret, wenn ein Vater von Anfang an wirklich Verantwortung übernimmt und nicht nur Aufgaben erledigt, die ihm übertragen werden?
Gunter: Ich rate Paaren, einmal ganz konkret aufzuschreiben, welche Aufgaben im Familienalltag überhaupt anfallen. Dafür gibt es zum Beispiel Equal-Care-Listen. Dann kann jeder überlegen: Was mache ich gerne? Was mache ich ungern? Was fällt mir leicht? Und wofür übernehme ich vollständig die Verantwortung?
Das macht einen großen Unterschied. Es ist etwas anderes, für einen Bereich wirklich zuständig zu sein, als ständig darauf zu warten, dass jemand sagt: „Mach doch mal dies“ oder „Mach doch mal das“. Verantwortung bedeutet, selbst zu sehen, was ansteht, daran zu denken, es zu organisieren und es zu erledigen.

Heike: Welche Auswirkungen hat eine solche Aufteilung auf den Mental Load und auf die Zufriedenheit beider?
Gunter: Einen Partner oder eine Partnerin auf Augenhöhe zu haben, ist an sich schon sehr befriedigend. Ich muss dann nicht mehr an alles denken, sondern nur noch an meinen Teil – und das ist bereits genug.

„Väter können – abgesehen vom Stillen – von Anfang an nahezu alle Bereiche der Versorgung übernehmen“

Heike: Kann diese frühe väterliche Verantwortung sogar eine Art Beziehungsschutz für das Paar sein?
Gunter: Väter können – abgesehen vom Stillen – von Anfang an nahezu alle Bereiche der Versorgung übernehmen: ein Baby beruhigen, wickeln, tragen, nachts aufstehen und eigene Wege finden, mit dem Kind umzugehen. Wenn beide Eltern früh eine eigene Beziehung zum Kind entwickeln und Verantwortung selbstverständlich geteilt wird, entsteht weniger Abhängigkeit von einer Person. Das kann die Partnerschaft deutlich entlasten.

Heike: „Wir halten uns gegenseitig den Rücken frei“ klingt wunderbar. Aber wie sieht das an einem ganz normalen Dienstagabend mit müden Eltern und einem schreienden Kind aus? Was kann man konkret tun?
Gunter: In der akuten Stresssituation geht es oft einfach darum, dass einer übernimmt. Die entscheidenden Absprachen sollten vorher stattfinden – in ruhigen Momenten. Wenn das Kind schläft, kann man sich zehn Minuten zusammensetzen und den Tag oder die Woche planen. Grundsatzgespräche zwischen Tür und Angel funktionieren meist nicht gut.
Hilfreich ist, Aufgaben und Mental Load bewusst zu verteilen. Genauso wichtig sind eigene Freiräume. Me-Time bedeutet gerade für Mütter auch, einmal nicht Mutter sein zu müssen: Freundinnen treffen, Kultur erleben oder etwas tun, das nichts mit Familie zu tun hat. Das gilt ebenso für Väter.
Und auch Paarzeit passiert in den ersten Jahren selten von selbst. Sie muss häufig geplant werden. Das fühlt sich zunächst vielleicht unromantisch an, ist aber wichtig. Und schließlich braucht es ein „Dorf“. Großeltern wohnen heute oft weit weg, aber auch Freunde können Teil dieses Dorfes sein. Paare sollten sich möglichst früh ein Netzwerk aufbauen und lernen, ihr Kind auch einmal vertrauensvoll anderen Menschen zu überlassen.

Heike: Wagen wir einen Blick in die Zukunft: Wie sieht aus deiner Sicht der Vater im Jahr 2035 aus?
Gunter: Ich wünsche mir, dass der Vater 2035 ganz selbstverständlich mitgedacht wird. Er wird nicht mehr dafür gefeiert, dass er sich kümmert – er ist kein „Super-Daddy“, sondern einfach ein ausreichend guter, verantwortlicher Vater. Väter sollten nicht davon abhängig sein, ob ihr Umfeld ihr Engagement besonders wahrnimmt. Es sollte normal sein.
Das gilt auch für die Arbeitswelt. Es gibt bereits spannende Modelle wie Jobsharing, Tandem- oder Joint-Leadership. Solche Modelle ermöglichen, Verantwortung zu teilen – in der Familie ebenso wie im Beruf und auch in Führungspositionen. Ich hoffe, dass sie 2035 viel selbstverständlicher genutzt werden.

Heike: Gibt es etwas am traditionellen Vaterbild, das wir bei all dem Wandel nicht verlieren sollten?
Gunter: Väter machen manches anders – und das darf auch so sein. Häufig trauen sie Kindern beispielsweise andere Dinge zu oder spielen anders mit ihnen. Mir ist aber wichtig, daraus keine starren männlichen und weiblichen Zuständigkeiten zu machen.
Systemisch betrachtet sollte jeder in einer Familie unterschiedliche Positionen einnehmen können. Wenn der Vater immer der Spaßvogel ist, bleibt für die Mutter kaum Raum, selbst einmal diese Rolle einzunehmen. Wenn einer immer zweifelt, kann er schwer der Visionär sein. Es geht deshalb weniger darum, bestimmte traditionelle Vaterrollen zu bewahren, sondern darum, Vielfalt zuzulassen.
Gleichzeitig müssen Männer sich heute stärker damit auseinandersetzen, wie sie als Männer und als Väter sein wollen. Dafür brauchen sie Räume, Zeit und Sprache. Erst wenn wir unsere eigenen Prägungen und Stressmuster wahrnehmen, können wir uns bewusst dafür oder dagegen entscheiden.

Heike: Was würdest du einem jungen Vater sagen, der Angst hat, beruflich etwas zu verpassen, wenn er sich intensiv auf seine Familie einlässt?
Gunter: Eines der schönsten Gefühle, die ich kenne, ist, wirklich in Beziehung mit meinen Töchtern zu sein und zu sehen, was für Menschen und Persönlichkeiten aus ihnen geworden sind. Beruflich musste ich zeitweise zurückstecken. Aber irgendwann kam die Zeit wieder, in der ich mehr machen konnte, weil die Kinder selbstständiger wurden.
Beruflich kann man vieles nachholen. Die ersten Lebensjahre eines Kindes kann man nicht nachholen. Viele Väter denken: „Wenn mein Kind acht oder neun ist, dann unternehme ich ganz viel mit ihm – jetzt kann ich noch nicht so viel mit ihm anfangen.“ Das halte ich für einen großen Planungsfehler. Die Beziehung, die man später zu seinem Kind hat, entsteht gerade in diesen ersten Jahren.
Deshalb würde ich sagen: Mach es jetzt. Die Zeit kommt nicht zurück.

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