Vermeide Hintergrundgeräusche!
In welcher Umgebung fällt deinem Kind das Sprechen lernen besonders leicht? Vor allem dort, wo es wenig Ablenkung gibt. Wenn im Hintergrund der Fernseher, Musik oder die Waschmaschine laufen, ist es für dein Kind schwieriger, sich auf dich und deine Worte zu konzentrieren. Natürlich ist es im Familienalltag auch mal laut, wuselig und chaotisch. Umso wertvoller sind die kleinen ruhigen Momente zwischendurch, in denen ihr euch ganz aufeinander konzentrieren könnt.
Das gemeinsame Spielen ist zum Beispiel eine gute Gelegenheit, mit deinem Kind ins Gespräch zu kommen. Baut ihr einen Turm oder spielt mit der Puppenküche, kann der Fernseher im Hintergrund ausgeschalten bleiben. Läuft nebenan die Waschmaschine oder der Staubsaugerroboter, schließt du einfach die Tür. Oft machen schon kleine Veränderungen einen Unterschied.
Gemeinsame Aufmerksamkeit
Wenn dein Kind sich mit etwas beschäftigt, fange seine Aufmerksamkeit ein, suche Blickkontakt und sprich über das, was es tut, und benenne den Gegenstand, mit dem es spielt: „Oh, du spielst mit deinem Auto – brummbrumm, das Auto fährt schnell.“
Manchmal beobachtet dein Kind aufmerksam, was du gerade tust. Auch diese Momente eignen sich gut, um eure Aufmerksamkeit auf dasselbe zu richten. Suche den Blickkontakt und erzähle in einfachen Worten, was du gerade tust. Benenne dabei die Gegenstände und Handlungen, die dein Kind gerade beobachtet. Vielleicht schaut es dir dabei zu, wie du das Frühstück vorbereitest. Nutze diesen Moment und begleite dein Handeln sprachlich: „Ich schneide den Apfel. Jetzt kommt der Apfel in deine Müslischüssel.“
Lernen mit allen Sinnen
Je mehr Sinne beim Lernen eines neuen Wortes beteiligt sind, desto leichter kann dein Kind eine Vorstellung davon entwickeln. Einen Ball als Abbildung in einem Bilderbuch zu entdecken, ist zwar spannend – noch greifbarer wird das Wort aber, wenn dein Kind einen echten Ball in den Händen hält: Es kann spüren, wie er sich anfühlt, beobachten, wie er rollt, ihn werfen oder hören, wie es klingt, wenn er auf dem Boden aufkommt.
All diese kleinen Erfahrungen werden gesammelt – sie helfen deinem Kind dabei, immer besser zu verstehen, was mit dem Wort „Ball“ eigentlich gemeint ist. Wörter lernen Kinder also besonders gut dann, wenn sie nicht nur davon hören, sondern selbst erleben können, was sie bedeuten.
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Sprache macht Kinder stark. Eltern und enge Bezugspersonen sind die wichtigsten Sprachförderpartner. Logopädin Laura Ellenberger zeigt in ihrem Elternratgeber, dass Sprachförderung leicht sein darf. Sie gibt alltagstaugliche Ideen, wie Eltern ihre Kinder beim Spielen und im Familienalltag ohne Druck in ihrer Sprachentwicklung unterstützen können. Besonders Kinder mit sprachlichen Auffälligkeiten brauchen Bezugspersonen, um Sprechfreude zu entwickeln, Kommunikation als Bereicherung und Worte als Türöffner zu erleben.
Das Buch bietet einen kompakten Leitfaden durch den „Sprachdschungel“ gut gemeinter Ratschläge und begleitet Eltern von der ersten Sprachentwicklung über Kita und Kindergarten bis zum Schulstart. Praktische Ideen und Strategien helfen, gemeinsam mit dem Kind Sprache zu entdecken. Häufige Fragen zu Spracherwerb und Sprachförderung sowie mehrsprachige Erziehung werden ebenfalls behandelt.
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