Ein Beitrag von Manuela Simon
Vorne, seitlich, hinten – die toten Winkel rund um ein Fahrzeug sind eine lauernde Gefahr, besonders für Radfahrer und Fußgänger. Immer wieder passieren schlimme Unfälle, weil Fahrzeuglenker beim Abbiegen jemanden übersehen, der sich im toten Winkel befindet.
Dieser kurze Moment des Übersehens geschieht oft in Situationen, in denen sich die Betroffenen sicher fühlen: an der Ampel, auf dem Radweg oder beim Überqueren der Straße. Was für den einen klar sichtbar wirkt, kann für die Fahrerin oder den Fahrer eines Fahrzeugs vollständig unsichtbar sein. Ohne Absicht, ohne Unachtsamkeit – sondern schlicht, weil bestimmte Bereiche rund um das Fahrzeug nicht einsehbar sind. Diese unsichtbaren Zonen machen den Straßenverkehr vor allem für Kinder gefährlich, wenn sie in Situationen geraten, die sie aufgrund mangelnder Erfahrung noch nicht einschätzen können.
Der tote Winkel ist besonders groß bei Fahrzeugen, die schwer, lang oder hoch sind: bei Lkw, Bussen und Transportern. Aber auch bei Autos gibt es Bereiche, in denen kein Spiegel hilft und kein Seitenblick ausreicht. Für Kinder ist das ein ernstes Risiko, denn der Alltag führt sie zwangsläufig in Situationen, in denen sie dicht an Straßen und entlang parkenden Fahrzeugen oder über Kreuzungen müssen.
Gerade beim Rechtsabbiegen wird es brenzlig: Radfahrende, Roller fahrende Kinder oder Fußgänger befinden sich plötzlich genau dort, wo der Fahrer eines großen Fahrzeugs nicht mehr hinsehen kann, selbst wenn er es möchte. Ein paar Schritte zu weit vorne an der Ampel und schon befindet man sich in einem sehr gefährlichen Bereich, dem toten Winkel.
Wichtige Grundsätze
Für Eltern ist es daher hilfreich zu wissen, wie sie ihre Kinder stärken können: Abstand halten, Blickkontakt zum Fahrzeuglenker suchen, nie neben einem großen Fahrzeug stehen bleiben – das sind Grundsätze, die Kinder schnell verinnerlichen können. Und wenn sie verstanden haben, dass man neben einem Lkw manchmal komplett „verschwindet“, werden sie mit wacherem Blick unterwegs sein.
Mobilitätsprogramm Toter Winkel
Der ADAC Hessen-Thüringen bietet für Grundschulen im Rhein-Main-Gebiet das kostenfreie Mobilitätsbildungsprogramm „Toter Winkel“ für Viertklässler an.
Mehr Infos unter:
https://www.adac.de/der-adac/regionalclubs/hessen-thueringen/sicherheit-mobilitaet/toter-winkel/
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